Konzeption Krippe

Herzlich Willkommen bei unseren Mäusen!

„Sag es mir und ich vergesse,
zeige es mir und ich erinnere mich,
lass es mich tun und ich verstehe!“

Der Einstieg bei uns

Für Ihr Kind beginnt mit dem Besuch der Krippe ein neuer Lebensabschnitt. Zum ersten Mal wird es den Alltag ohne sie bewältigen. Es wird eine neue Umgebung kennenlernen, einen anderen Tagesablauf erfahren und zu fremden Personen – den Erzieherinnen und den Kindern – eine Beziehung aufbauen.
Diese neue Situation stellt für ihr Kind eine große Herausforderung dar und ist einfacher zu bewältigen, wenn sich Ihr Kind in der neuen Situation beschützt und sicher fühlt. Deshalb möchten wir, dass Sie, liebe Eltern, ihr Kind in den ersten Tagen in die
Kindertageseinrichtung begleiten. Wenn sie durch ihre Anwesenheit und ihr Verhalten
signalisieren, dass die ungewohnte Situation keine Bedrohung darstellt, wird es Interesse an der neuen Umgebung finden und auch bereit sein, mit den anwesenden Personen Kontakt aufzunehmen.


Der Einstieg in die noch unbekannte Krippe stellt für kleine Kinder eine große
Herausforderung dar:

• Kennenlernen und Beziehungsaufbau zu unbekannten Personen
• Einfindung in eine fremde Umgebung
• Eingewöhnung an einen anderen Tagesablauf
• Mehrstündige Trennung von den Eltern
• Lange Verweildauer in unserer Gruppe

Sie machen es Ihrem Kind einfacher wenn:

• zeitgleich keine anderen Veränderungen in Ihrer Familie stattfinden.
• während der Eingewöhnung kein Urlaub geplant ist.
• ihr Kind nicht krank in die Einrichtung kommt.
• Sie noch nicht berufstätig sind, Urlaub nehmen oder gegebenenfalls die Eingewöhnung von einer dritten vertrauten und beständigen Person durchführen
lassen.

Die Eingewöhnung

Das Eingewöhnungsgespräch

Etwa vier Wochen vor dem Eintritt in die Krippe, treffen sich Eltern, Kind und
Bezugserzieherin zu einem gegenseitigen Kennenlernen. Im gemeinsamen Gespräch
tauschen wir uns aus über:
• Entwicklung Ihres Kindes
• Schlaf und Essen Gewohnheiten
• Vorlieben
• Rituale
• Besonderheiten
Diese Informationen werden von uns berücksichtigt, damit Ihr Kind sich bei uns sicher und
wohl fühlt.

Wir lernen uns kennen

In den ersten Tagen kommen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind für ca. ein bis zwei Stunden zu uns in die Krippe. Sie kommen zu unterschiedlichen Zeiten, damit Sie den gesamten Tagesablauf erleben und kennenlernen. Zu Beginn erkunden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Umgebung. Sobald das Kind ins Spiel kommt, wird die Bezugserzieherin versuchen, einen ersten positiven Kontakt zu Ihrem Kind aufzunehmen. Auch wenn wir Erzieherinnen zunehmend die Betreuung ihres Kindes übernehmen, bleiben sie die wichtigste Bindungsperson für ihr Kind.

Sie unterstützen Ihr Kind während dieser Phase am besten, indem Sie:

• grundsätzlich eine positive, beobachtende Haltung einnehmen
• Ihr Kind nicht drängen, seine neue Umgebung zu erkunden
• akzeptieren, wenn das Kind Ihre Nähe sucht
• sich eher passiv verhalten

Ihr Kind gewinnt Sicherheit
Die Bezugserzieherin begleitet jetzt aktiv ihr Kind durch die Eingewöhnungsphase, damit auch sie eine Vertrauensperson für ihr Kind werden kann, bei der es Schutz, Geborgenheit und Trost findet. Je nach Reaktion und Verhalten des Kindes auf die Eingewöhnung, entscheiden wir mit Ihnen zusammen, wann der erste Trennungsversuch stattfindet.

Die erste Trennung


Wie gewohnt kommen Sie mit Ihrem Kind in unsere Krippe und bleiben für kurze Zeit im Raum, bis ihr Kind ins Spiel gefunden hat. Anschließend verabschieden Sie sich kurz und deutlich von ihrem Kind und verlassen das Zimmer, bleiben aber dennoch in der Einrichtung.
Die Dauer der ersten Trennung wird nach Reaktion des Kindes und nach Absprache mit
Ihnen entschieden. Wenn die vorab vereinbarte Trennungszeit ihren Ende zugeht, holen Sie Ihr Kind von unserer Krippengruppe ab und wir verabschieden uns deutlich von Ihnen und Ihrem Kind.
In den darauffolgenden Tagen wird die Trennungszeit individuell ausgedehnt oder verkürzt. Während dieser Phase findet ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen Ihnen und den Erzieherinnen statt.

• Die Anfangssituation Ihres Kindes im Kindergarten sollte möglichst nicht zeitgleich zu
anderen Veränderungen in Ihrer Familie stattfinden.
• Sie sollten Ihren Urlaub so planen, dass Ihr Kind nicht während oder kurz nach der
Anfangssituation wieder aus der Gruppe genommen werden muss.
• Die Eingewöhnung sollte bei Erkrankung Ihres Kindes verschoben werden, da es
dann kein Interesse und nicht die Fähigkeit hat, sich mit der neuen Situation auseinander zu setzen.
• Während der Dauer der Eingewöhnung sollten Sie nach Möglichkeit, noch nicht
berufstätig sein, Urlaub nehmen oder gegebenenfalls die Eingewöhnung von einer
dritten vertrauten und beständigen Person durchführen lassen.

Abschluss der Eingewöhnung

Die Eingewöhnung ist abgeschlossen wenn,
• eine Bindung zwischen Kind und Bezugserzieherin vorhanden ist.
• das Kind sich von der Erzieherin trösten lässt.
• sich Ihr Kind in den Gruppenalltag eingefunden hat und ins Spiel findet.

Mit einer schrittweisen und dem individuellen Tempo Ihres Kindes angepassten
Eingewöhnung wollen wir gemeinsam mit Ihnen eine solide Grundlage für ein
vertrauensvolles Zusammensein über viele Jahre hinweg schaffen. Sie sollten deshalb für die Eingewöhnung ungefähr 3 bis 7 Wochen Zeit einplanen.
Nach einer gewissen Zeit findet ein Gespräch zwischen Ihnen und der Bezugserzieherin
statt, in dem die Erfahrungen der Eingewöhnung ausgetauscht werden.
Wir wünschen Ihnen einen guten Start bei uns in der katholischen Kita St. Elisabeth und
freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen und Ihrem Kind.


Ihr Kita Team der Mäusegruppe